Stadtrundgang Kandel

Das "Tor zum Bienwald" wird Kandel aufgrund seiner Lage oft genannt. Am Rand des größten zusammenhängenden Waldgebietes der oberrheinischen Tiefebene gelegen ist die Kleinstadt idealer Ausgangspunkt für vielfältige Aktivitäten. Ob Radfahren, Wandern, Kultur genießen oder gemütlich bummeln gehen - hier ist man stressfrei unterwegs. Ausgezeichnete Gastronomie und qualitätsvolle Beherbergungsbetriebe sorgen für einen entspannten Aufenthalt. Pfälzer Gastfreundschaft erlebt man bei den vielfältigen Veranstaltungen, die hier rund um das Jahr stattfinden.

 

Schwierigkeit
leicht
Strecke
1,9 km
Dauer
30 m
Aufstieg
9 m
Abstieg
10 m
Start
Marktplatz Kandel
Ziel
Marktplatz Kandel

Wegverlauf


Wegbeschreibung


Wir starten unseren Rundgang auf dem Marktplatz in Kandel. Hier fällt sofort die protestantische Pfarrkirche St. Georgkirche mit dem markanten Georgsturm, der früher ein Stadtturm war, ins Auge. von 1684 bis 1958 wurde die St. Georgkirche als Simultankirche genutzt.

Am östlichen Rand des Marktplatzes befindet sich die Ludwig-Riedinger-Grundschule. Sie wurde in den Jahren 1845/1847 nach Plänen von Ferdinand Jodl von der Bayerischen Staatsregierung erbaut, später mehrfach erweitert. Gebaut wurde die Schule von dem Kandeler Baumeister Ludwig Riedinger, dessen Vater wenige Jahre vorher das Schiff der St. Georgskirche errichtet hatte.   Der Brunnen an der Schauseite des Gebäudes wurde 1910 von Bürgermeister Otto Just gestiftet.

An der Nordseite des Kirchenschiffes stehen Stahlglocken, die 1996 gegen neue Kirchenglocken ausgetauscht wurden.

Auf dem Platz davor befindet sich die „Freundschaftsstatue“, ein Werk des Landauer Bildhauers Volker Krebs. Sie steht als Symbol für zwei langjährige Städtepartnerschaften Kandels mit den Gemeinden Reichshoffen (Elsass) und Whitworth (England) und ist umrahmt von drei Sandsteinblöcken, die die Namen der Partnerstädte tragen. Die Flügel sind ein Symbol der Freiheit und des Friedens.

Wir wenden uns nach links und gelangen an der Kirche entlang auf das Plätzel. Direkt am Eck befindet sich das ehemaliges Protestantisches Pfarrhaus, ein Fachwerkhaus, erbaut um das Jahr 1750.

Gegenüber steht das als „Der Löwe von Kandel“ bekannte Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des ersten Weltkrieges. Es wurde im Jahre 1927 nach einem Plan des Regierungsbaumeisters Max Schön aus München errichtet. Die Ausführung oblag dem Bildhauer Heinrich Huber aus Kaiserslautern.

Wir überqueren das Plätzel und gelangen über die idyllische Turmgasse auf die Hauptstraße. Ein Blick zurück zeigt den St. Georgsturm nochmals in attraktivem Blickwinkel.

An der Hauptstraße wenden wir uns nach links, passieren die Bienwaldapotheke und gelangen zum historischen Rathaus der Stadt Kandel. Der Barockbau wurde in den Jahren 1773 bis 1783 nach Plänen des Pfalz-Zweibrückischen Brücken -und Straßenbauinspektors Christiany, der 1771 auch die Katholische Pfarrkirche Sankt Michael in Kandels französischer Partnerstadt Reichshoffen geplant hat, errichtet. Der repräsentative Bau diente lange Zeit nicht nur als Rathaus. Vielmehr war einst im Obergeschoss auch das Friedensgericht untergebracht und in den Mansarden des Dachgeschosses wohnten die Gerichtsbeamten. Das Erdgeschoß beherbergte dagegen von Anfang an die Gemeindeverwaltung. Hier befand sich auch die Wachstube des Dorfpolizisten. Im großen Foyer wurden für längere Zeit die „Frucht -und Krämermärkte“ abgehalten und die Eichung der Waagen überprüft. Aber auch das Postamt, die Sparkasse und die Steuer -und Gemeindeeinnehmerei fanden vorübergehend hier Unterkunft.

Heute befinden sich in dem denkmalgeschützten Bau neben dem großen Ratssaal, der auch für Ausstellungen und bei sonstigen repräsentativen Anlässen genutzt wird, die Stadtbücherei und die Geschäftsstelle der Volkshochschule Kandel.

Wir gehen weiter geradeaus und gelangen zum Schafhaus mit dem sogenannten Dampfnudeltor. Das beeindruckende Gebäude wurde angeblich im Jahr 1660 in Minderslachen auf dem „Cepeles- oder Schafhof“ erbaut. Dort wurde das Haus im 18. Jahrhundert abgebaut und an seinem jetzigen Standort neu errichtet. Zum Anwesen dazu gehört auch das „Dampfnudeltor“, so genannt, weil die Form seiner Steine an die „Dampfnudel“ genannte Spezialität der südpfälzischen Küche erinnert.

Wir überqueren die Hauptstraße und biegen in die Bismarckstraße ein. Auf der linken Seite gelangen wir zum Saubrunnen, einer vom pfälzischen Bildhauer Erich Sauer gestalteten Brunnenanlage, die an den hier früher abgehaltenen Schweinemarkt erinnert. Die um den Brunnen befindlichen Sitzgelegenheiten laden zu einer kleinen Rast ein.

Wir setzen unseren Stadtrundgang durch die Bismarckstraße fort und richten unser Augenmerk auf einige besonders schön gestaltete Häuser aus der Gründerzeit.

Am Ende der Straße biegen wir links in die Georg-Todt-Straße ein, die nach einem großen Gönner der Stadt benannt ist. Im großen Gebäude auf der rechten Seite befand sich früher das Bahnhofshotel.

Durch die Unterführung gelangen wir zum Europäischen Kulturpark am Schwanenweiher, der mit seinen zahlreichen Skulpturen einen Abstecher wert ist.

Wir folgen allerdings der Georg-Todt-Straße geradeaus und sehen rechts das klassizistische Gebäude des Bahnhofs. Am 14. März 1864 wurde die „Winden-Rheinbahn“ eröffnet. Seit diesem Tag ist Kandel an das Schienennetz angeschlossen.  Im Gebäude rechts neben dem Bahnhof befindet sich in Richtung der Gleise die Tourist Information der Bienwaldregion Kandel.

Nun biegen wir links in den Weg „Im Stadtkern“, passieren die Verbandsgemeindeverwaltung und gelangen am Ende des Weges an einen kleinen Rastplatz mit einem öffentlichen Bücherschrank. Weiter geradeaus befindet sich die Bärenhofpassage, die direkt auf die Hauptstraße führt. Wir wenden uns nach rechts, überqueren die Gartenstraße geradeaus und laufen den Dierbachweg entlang bis wir zur Bahnhofstraße gelangen.

Hier sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite das Hotel zum Rössel, eines der ältesten Gasthäuser und einer der schönsten Fachwerkbauten der Stadt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestand das Rössel aus drei einzelnen Gebäuden. Erst im Jahre 1907 wurden diese durch einen klassizistischen Zwischenbau miteinander verbunden. Gut zu erkennen sind heute noch zwei der ursprünglichen Gebäude: ein im 18. Jahrhundert errichteter Fachwerkbau im Norden und ein jüngerer im Süden, im 19. Jahrhundert als Pendant dazu errichtet.

Wir gehen ein Stück zurück zur Frankenhofpassage, die wir durchqueren. Der Frankenhof ist eine altfränkische, in der Mitte des 18.Jahrhunderts erbaute Hofanlage, deren Hauptgebäude mit einem Erker versehen ist (siehe auch sein Pendant auf der gegenüberliegenden Straßenseite). Nun sind wir wieder an der Hauptstraße angelangt.

Wir überqueren diese an der Ampelanlage und folgen der Bahnhofstraße bis zur Marktstraße. Auf der gegenüberliegenden Seite fällt das „Hotel zur Pfalz“ mit seinen im Frühjahr wunderbar blühenden Glyzinien und schönem Blumenschmuck in den Blick.

Wir folgen der Straße, bis wir an den Pfosten des ehemaligen Finanzamtes vorbeikommen und nach einem weiteren Stück Fußweg wieder an unseren Ausgangspunkt Marktplatz zurück gelangen.

St. Georgskirche Kandel (Petra Steinmetz)
Löwe von Kandel (Petra Steinmetz)
Am Plätzel Kandel ()
Rathaus Kandel ()
Schaftor Kandel ()
Saubrunnen Kandel ()
Frankenhofpassage Kandel ()
Ludwig-Riedinger-Grundschule ()
Bienwaldapotheke Kandel (Tanja Bender)
Frankenhofpassage Kandel (Tanja Bender)
Hotel-Restaurant Zur Pfalz, Kandel (Petra Steinmetz)
Hauptstr. Kandel (Petra Steinmetz)
St. Georgskirche Kandel (Sabine Bock)

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